Beachten Sie die organisatorischen Hinweise zur Planung Ihres Aufenthalts mit einer Schulklasse im Rahmen des Projekts „Natur erleben„.

Konzept

Das Programm „Natur erleben“ bringt Kinder raus in die Natur und bietet vielfältige Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten mit unmittelbarem Praxisbezug. Dabei steht das spielerische Erleben ökologischer Themen im Fokus. Ergänzt wird das Programm mit vielfältigen erlebnispädagogischen Aktionen. Durch die einzigartige Kombination aus Umweltbildung und Erlebnispädagogik entsteht eine spannende und abwechslungsreiche Klassenfahrt mit einem bedeutenden Mehrwert für die Teilnehmenden. Das Programm stellt eine ideale Ergänzung zum regulären Schulunterricht dar. Die Kinder können bereits Erlerntes praktisch umsetzten, Lehrkräfte können nach dem Aufenthalt inhaltlich auf die praktischen Erfahrungen aufbauen.

Bei der Umsetzung des Programmes ist es uns ganz besonders wichtig, dass die Kinder direkt vor Ort lernen und erleben dürfen. Inhalte zum Thema Moor finden also direkt in einem Moor statt, beim Schwerpunkt Landwirtschaft geht es auf einen Bauernhof. Soweit es möglich ist, finden alle inhaltliche Themen in entsprechenden Umgebungen statt. Die Einbindung von Experten wird dabei sowohl in der Konzeption, als auch der Umsetzung angestrebt. Insbesondere die Programmpunkte aus dem erlebnispädagogischen Bereich finden direkt auf dem Gelände der Bildungs- und Erholungsstätte Langau e.V. in unmittelbarer Nähe zur Unterkunft der Gruppe statt. Das weitläufige Außengelände bietet vielfältige Möglichkeiten für Programmpunkte, aber auch für Pausen. Trotz oder gerade wegen dem Anspruch eine Klassenfahrt mit inhaltlichem Mehrwert durchzuführen, legen wir großen Wert darauf, dass den Teilnehmenden ausreichend Zeit für Pausen und Entspannung zur Verfügung steht.

Damit die Klassenfahrt optimal zu der Gruppe passt, werden vorab in Absprache mit den Lehrkräften inhaltliche Schwerpunkte gesetzt. Dies betrifft sowohl den inhaltlichen Aspekt der Umweltbildung, als auch die Themen, die mithilfe der Erlebnispädagogik bearbeitet werden sollen.

Je nach gewählten Schwerpunkten ist das Programm für bayerische Klassen förderfähig über die Maßnahme „Alltagskompetenzen – Schule fürs Leben“.  Insbesondere die Handlungsfelder Ernährung, Haushaltsführung, selbstbestimmtes Verbraucherverhalten und Umweltverhalten stehen im Fokus.[1]


[1] Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus,  Ref. Öffentlichkeitsarbeit. (03.2025). Alltagskompetenzen Schule fürs Leben: Lehrplanerläuterungen und Anregungen für die Umsetzung. Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB)

[…]  Das vollständige Konzept kann über natur-erleben@langau.de gerne angefordert werden.

Ziele und Formen der Zusammenarbeit mit Lehrkräften

Häufig haben Lehrkräfte klare Vorstellungen und Wünsche bezüglich einer Klassenfahrt. Diese werden in einem Vorabgespräch besprochen und in die Detailorganisation der Klassenfahrt miteinbezogen. Als Expert*innen für ihre Klassen wissen sie am besten was zu ihrer Klasse passt und wo die Stärken, Schwächen und Vorlieben der Gruppe liegt. Eine enge Zusammenarbeit ist deshalb nicht nur in der Vorbereitung, sondern auch während der Durchführung unerlässlich. Eine Klassenfahrt kann nur im Team zu einem Erfolg werden. Zudem liegt aus rechtlicher Sicht die Aufsichtspflicht durchgehend bei den begleitenden Lehrkräften. Das Programm „Natur erleben“ ist so aufgebaut, dass Lehrkräfte keine inhaltlichen Punkte vorbereiten müssen. Der Tagesablauf ist so gestaltet, dass alle Programmpunkte von der Langau gestellt werden.

Damit niemand überlastet wird, wird die Betreuung der Teilnehmenden zwischen Lehrkräften und Referent*innen aufgeteilt. Während dem Programm von Seiten der Langau dürfen sich die schulischen Begleitpersonen gerne zurückziehen und ausruhen. Selbstverständlich können sie aber auch am Programm teilnehmen oder die Gruppe beobachten. Lediglich bei Ausflügen ist die Begleitung mindestens einer Lehrkraft absolut notwendig.

Während ein Großteil der Tagesabläufe von den Referent*innen vorbereitet und durchgeführt wird, sind die Lehrkräfte für die Betreuung während der Mahlzeiten im Haupthaus, sowie für gegebenenfalls notwendige Betreuung in der Nacht zuständig. In diesen Zeiten haben die Pädagog*innen Pause. In Notfällen ist selbstverständlich Rund um die Uhr eine Ansprechperson vom Haus erreichbar.

Bei der Zubereitung der Mahlzeiten in der Blockhütte oder bei Stationsarbeit sind die Referent*innen auf Unterstützung angewiesen, damit alle Teilnehmenden beaufsichtigt werden können. Dafür finden jedoch Absprachen vor Ort statt und alle Aufgaben werden von unserer Seite sorgfältig vorbereitet.

Selbstverständlich gibt es während der Klassenfahrt laufend Absprachen zwischen Lehrkräften und Referent*innen. Insbesondere die Absprachen zu Beginn des Kurses sowie jeweils am Abend tragen dazu bei, dass ein zufriedenes und offenes Miteinander entsteht. Nach Ende der Klassenfahrt kann auf freiwilliger Basis ein Feedbackbogen ausgefüllt werden, welcher dann bei der Konzeption zukünftiger Kurse berücksichtigt wird.

Fortbildung und Qualitätssicherung

Alle Referent*innen verfügen über hochwertige Ausbildungen und umfassende Erfahrung. Im Regelfall sind die Mitarbeitenden geprüfte Erlebnispädagog*innen und durch den Bundesverband für Individual- und Erlebnispädagogik zertifiziert. Bei entsprechenden Erfahrungen stehen die Referent*innen mit anderen Ausbildungen (bsp. Bachelor Umweltbildung) den geprüften Erlebnispädagog*innen in nichts nach. Viele verfügen zudem über weiter Ausbildungen aus verschiedenen Bereichen der Pädagogik. Eine Aus- oder Weiterbildung im umweltpädagogischen oder biologischen Bereich ergänzt üblicherweise das Portfolio. Regelmäßige interne und externe Fortbildungen sind selbstverständlich. Gegenseitiges Feedback der Referent*innen während und nach jedem Kurs ermöglicht Feedback auf kollegialer Ebene.

Grundsätzlich wird bei der Planung darauf geachtet, dass die Referent*innen Expert*innen für das gewählte Schwerpunktthema sind. Ausnahmen lassen sich aufgrund kurzfristiger, üblicherweise krankheitsbedingter, Ausfälle jedoch nicht immer vermeiden. Sollte das Programm aufgrund kurzfristiger Ausfälle oder Änderungen, die nicht in unserem Einflussbereich liegen (bsp Wetter) angepasst werden müssen, wird dies stets abgesprochen.

Um das Programm stetig verbessern zu können, sind Rückmeldungen essentiell. Aus Reflexionsrunden mit den Teilnehmenden und Gesprächen mit den Begleitpersonen werden wertvolle Schlüsse gezogen, die stets berücksichtigt werden. Weitere wertvolle Erkenntnisse können auf Basis der Feedbackbögen gewonnen werden, welche die Lehrkräfte nach der Klassenfahrt auf freiwilliger Basis ausfüllen können. Zudem ist konstruktives Feedback jederzeit erwünscht.

Konzept: Franziska Schmitteckert 2025